Kefir selber machen ohne Knolle – geht das wirklich?
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Du möchtest Milchkefir selber machen, hast aber keine Kefirknollen zu Hause? Dann liegt eine Frage nahe: Kann man Kefir auch ohne Kefirknollen herstellen?
Die kurze Antwort: Milch lässt sich auch mit anderen Kulturen fermentieren. Für traditionellen Milchkefir werden jedoch Kefirknollen verwendet.
Warum das einen Unterschied macht, schauen wir uns kurz an.
Was sind Kefirknollen eigentlich?
Kefirknollen sehen ein wenig wie kleine Blumenkohlröschen aus. In ihnen steckt jedoch eine erstaunlich komplexe kleine Welt.
Sie beherbergen eine Gemeinschaft verschiedener Mikroorganismen – insbesondere Milchsäurebakterien und Hefen. Auch Essigsäurebakterien können Teil dieser Gemeinschaft sein.
Diese Mikroorganismen leben nicht einfach unabhängig voneinander in der Milch, sondern bilden innerhalb der Kefirknolle eine strukturierte Gemeinschaft.
Genau daher kommt übrigens unser Name Dancing Microbes: In einer Kefirknolle arbeitet eine ganze Gemeinschaft winziger Mikroorganismen zusammen.
Kann man Kefir auch ohne Kefirknollen machen?
Jein.
Es gibt beispielsweise Starterkulturen in Pulverform, mit denen Milch fermentiert werden kann. Unter bestimmten Bedingungen können auch andere fermentierte Milchprodukte als Ausgangspunkt für eine weitere Fermentation dienen.
Das ist jedoch nicht dasselbe wie die traditionelle Herstellung mit Kefirknollen.
Bei Kefirknollen bleibt die Kultur als sichtbare Struktur erhalten. Nach der Fermentation siebst du die Knollen einfach aus dem fertigen Kefir und gibst sie wieder in frische Milch.
Milch zu fermentieren und traditionellen Milchkefir mit Kefirknollen herzustellen sind also zwei unterschiedliche Dinge.
Was genau Kefirknollen von Starterpulver unterscheidet, schauen wir uns in einem eigenen Beitrag noch genauer an.
Kann ich Kefirknollen selbst herstellen?
Ein häufiges Missverständnis ist, dass Kefirknollen irgendwann von selbst entstehen, wenn man Milch nur lange genug fermentieren lässt.
Das funktioniert so nicht.
Auch aus Joghurt oder gekauftem Kefir kannst du nicht einfach eine traditionelle Kefirknolle entstehen lassen.
Wenn du Milchkefir mit Kefirknollen herstellen möchtest, brauchst du deshalb zunächst eine bereits bestehende Kultur.
Das Spannende daran: Hast du einmal aktive Kefirknollen, kannst du sie immer wieder verwenden.
Nach jedem Ansatz werden die Knollen abgesiebt und wieder in frische Milch gegeben. Unter geeigneten Bedingungen können sie dabei sogar wachsen und sich vermehren.
So einfach funktioniert Milchkefir
Für selbstgemachten Milchkefir brauchst du im Grunde nur:
- Kefirknollen
- Milch
- ein sauberes Glas
- ein Sieb
Die Kefirknollen kommen in die Milch und übernehmen dort die Fermentation.
Danach werden sie abgesiebt und direkt für den nächsten Ansatz verwendet.
Aus etwas, das zunächst ziemlich außergewöhnlich klingt, wird dadurch schnell eine einfache Routine:
Milch dazugeben. Fermentieren lassen. Absieben. Neu ansetzen.
Du möchtest deinen eigenen Milchkefir herstellen?
Bei Dancing Microbes bekommst du aktive Bio-Milchkefirknollen für deinen eigenen Milchkefir zu Hause.
Du startest mit einer lebenden Kultur, verwendest sie immer wieder und kannst beobachten, wie sich deine Kefirknollen mit der Zeit entwickeln.
→ Bio-Kefirknollen von Dancing Microbes entdecken
Eine ausführliche Anleitung für deinen ersten Ansatz findest du außerdem in unserem Beitrag „Milchkefir selbst herstellen“.
Fazit
Kann man Milch ohne Kefirknollen fermentieren? Ja.
Wenn du jedoch traditionellen Milchkefir mit einer lebenden Kefirknollen-Kultur herstellen möchtest, brauchst du zunächst echte Kefirknollen.
Danach beginnt der eigentlich spannende Teil:
Du kaufst nicht immer wieder neuen Kefir – du pflegst deine eigene kleine Kultur und stellst deinen Kefir selbst her.